Kopiergeschützte CDs bringen DVD-Player aus dem Tritt / "VIDEO" 

testete 61 DVD-Player und -Recorder: Ein Drittel war nicht in der Lage, 

kopiergeschützte CDs abzuspielen

Stuttgart (ots) - Die Aussage "DVD-Player sind auch ein
vollwertiger Ersatz für CD-Player" hat als Verkaufsargument wohl
ausgedient. Wie die Zeitschrift "VIDEO" in ihrer neuen Ausgabe
berichtet, können eine ganze Reihe gängiger DVD-Player die neuen,
kopiergeschützten CDs nicht abspielen. Dies ist darauf
zurückzuführen, dass viele moderne DVD-Geräte mit Laufwerken
ausgestattet sind, die ähnlich funktionieren wie ein CD-ROM-Laufwerk
am Computer. Denn während herkömmliche Abspielgeräte nur auf den
ersten Datenabschnitt einer CD zugreifen, lesen Computerlaufwerke
auch die weiteren Steuerdaten ein. Diese Tatsache machen sich die
Kopierschutzprogramme zunutze und installieren irreführende Daten auf
der CD. Zudem manipulieren sie das Inhaltsverzeichnis der
Silberscheibe, um das Laufwerk von dem Abschnitt fernzuhalten, der
die Musik enthält. Computer, CD-Brenner aber eben auch viele moderne
DVD-Geräte werden so ausgehebelt. Doch sogar Modelle mit
herkömmlichem DVD-Antrieb können, so "VIDEO" ins Schleudern kommen,
da ihre Fehlerkorrektur ständig über Gebühr strapaziert wird.
  
Bei einem "VIDEO"-Test von 61 DVD-Playern und -Recordern konnten
20 aktuelle Geräte die mit den Kopierschutzprogrammen "Cactus Data
Shield 100" und "Key 2 Audio" manipulierten Silberscheiben nicht
einlesen. Darunter waren so gängige Geräte wie der DV 4200 von
Marantz, Panasonics DMR-E 20, der Grundig GDV 130 und die
Hitachi-Modelle DV-P 250, 505, 515, 705 und -W 1.

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Fusion des Jahres 2001: Compaq soll angeblich vom Markt  verschwinden                                       
                                                    
 Krisenstimmung bei Compaq: Nachdem die Mitarbeiter 
 von der geplanten Fusion mit Hewlett-Packard völlig
 überrascht wurden, sind sie nun auch noch zum      
 Schweigen verdammt. Nicht mal der deutsche         
 Compaq-Chef Peter Mark Droste darf sich offiziell  
 zur aktuellen Situation äußern, alle Anfragen      
 werden an die USA-Zentrale weitergeleitet. Eine für
 heute angesetzte Produktpräsentation wurde         
 ebenfalls bis auf weiteres abgesagt. Hinter den    
 geschlossenen Türen geht es indessen heiß her: Nach
 der offiziellen Ankündigung über 15.000 geplante   
 Kündigungen, schwappte nun auch ein böses Gerücht  
 in die Münchner Zentrale: Angeblich werde in den   
 USA schon laut darüber nachgedacht, dass Compaq als
 Marke von der Bildfläche verschwinden soll.        
                                                    
                                                    
 Zumindest der Wettbewerb schätzt die Lage positiv  
 ein - allerdings hat man die Vorteile vor allem für
 sich selber ausgemacht. "Der Zusammenschluss       
 bedeutet eine Verarmung des IT-Marktes zum Nutzen  
 von Sun", kommentiert Helmut Wilke, Geschäftsführer
 der Sun Microsystems GmbH, die Situation.          
 Schließlich werde die Position seines Unternehmens 
 als "Produktalternative mit klarer Fokussierung"   
 überraschend gestärkt: "Zwei Mitbewerber werden nun
 einige Zeit damit beschäftigt sein, neue Strukturen
 zu schaffen und ihre Produkte zu konsolidieren -   
 zum Nachteil ihrer Kunden." Compaq und             
 Hewlett-Packard würden aus der Sache nicht         
 unbedingt gestärkt hervorgehen, vermutet Wilke:    
 "Diese Ankündigung ist eine Vorwärtsstrategie von  
 Carly Fiorina, um von internen Problemen           
 abzulenken."                                       
                                                    
                                                    
 Den größten Profit werden die Mitbewerber          
 davontragen, davon ist auch Torsten Keemss, neuer  
 Chef der Xerox Office Printing GmbH in Neuss       
 überzeugt. "Es liegt auf der Hand, dass bei einer  
 Fusion dieser Größenordnung die Unternehmen        
 zunächst mehr mit sich selbst beschäftigt sind, als
 mit ihren Kunden. Hiervon werden sicher die        
 Mitbewerber am meisten profitieren." Xerox, ein    
 ebenfalls traditionsreiches amerikanisches         
 Unternehmen, hat das Thema auch schon hinter sich: 
 Mit der Übernahme des Farbdruckspezialisten        
 Tektronix kaufte sich der Kopiererspezialist vor   
 allem langwierige Integrationsschwierigkeiten      
 inklusive Negativschlagzeilen ein - genau wie      
 Siemens und Fujitsu mit der neuen Tochter Fujitsu  
 Siemens Computers. Und bei beiden handelte es sich 
 seinerzeit nicht um die bisher größte Fusion der   
 Computerindustrie.                                 
                                                    
                                                    
 Schon sieht Cisco-Chef John Chambers einen neuen   
 Trend: Die Fusion der beiden Riesen sei nur der    
 erste Schritt, es werde "eine sehr flotte          
 Konsolidierung in der Branche über alle Sektoren   
 hinweg geben", unkt der Manager. Unkommentiert     
 lassen hingegen die Hauptwettbewerber die Dinge auf
 sich wirken: Dell schweigt beharrlich, IBM lässt   
 lediglich verlauten, man beobachte die Situation   
 "sehr genau", weiter äußern werde man sich derzeit 
 aber nicht. 

---------------------------------------------------------------------------------------------------